Kreditinstitut für Online Privatekredite

Was versteht man unter einem Kredit?

Betrag
  100
€ 100
€ 1500
Laufzeit
Kredit 100 Zinsen 0,58
Sie zahlen zurück
Zahlbar am 01-01-0000 Sollzins 15%
Beispiel
2-Raten Option 39
Den Begriff Kredit haben die meisten Menschen schon gehört. In aller Regel sind zudem Grundkenntnisse vorhanden, worum es sich bei einem Kredit handelt. Allerdings ist dieser Begriff in der Regel etwas weiter gefasst und bezieht sich nicht nur darauf, das Geld verliehen wird. Wir möchten daher im folgenden Beitrag darauf eingehen, was ein Kredit eigentlich ist, welche Kreditarten am Markt angeboten werden und welche Informationen zu diesem Thema ebenfalls von Bedeutung sind.

Wie wird ein Kredit definiert?

Erstaunlich ist, dass es in den deutschen Gesetzbüchern, insbesondere im BGB, den Begriff des Kredites überhaupt nicht gibt. Stattdessen wird nahezu ausschließlich von einem Darlehen gesprochen. Die zwei Bezeichnungen Kredit und Darlehen werden in der Praxis jedoch synonym verwendet und beinhalten - bis auf einen kleineren Unterschied - auch das gleiche. Das Verständnis von einem Kredit sieht in der Regel so aus, dass eine natürliche oder juristische Person, der sogenannte Kreditgeber, einer anderen natürlichen oder juristischen Person Geld für einen bestimmten Zeitraum leiht. Bei dem Empfänger des Geldes handelt es sich um den Kreditnehmer. Typisch für einen Kredit, aber nicht zwingend vorgeschrieben, ist die Zahlung der Kreditzinsen, die vom Kreditnehmer an den Kreditgeber fließen. Zudem muss natürlich der geliehenen Geldbetrag im Laufe der vereinbarten Rückzahlungsdauer vollständig an den Kreditgeber zurückgezahlt werden.

Welche Parteien sind an einem Kredit beteiligt?

In aller Regel sind es lediglich zwei Parteien, die an einem Kredit beteiligt sind. Zum einen ist dies der Kreditnehmer, der gleichzeitig Schuldner ist. Zum anderen tritt der Kreditgeber als Gläubiger in Erscheinung, denn ihm gehört das verliehene Kapital. In den weitaus meisten Fällen sind die Banken Kreditgeber, denn nur ein kleiner Anteil der Markt vergebenen Kredite wird von Privatpersonen zur Verfügung gestellt.

Welche Kreditarten gibt es?

Der Kredit ist ein sehr vielseitiges Finanzinstrument, denn am Markt existieren mittlerweile mehr als 50 unterschiedliche Kreditarten, wenn man den Standardkrediten ebenso die Spezialkredite hinzu rechnet, die mittlerweile von vielen Banken angeboten werden. Eine Unterteilung der Kredite besteht darin, wer als Kreditgeber auftreten kann. Dabei handelt sich in erster Linie um die folgenden Parteien:

Kreditinstitute
Versicherungsgesellschaften
Bausparkassen
Arbeitgeber
Staaten
Unternehmen
Arbeitgeber
Lieferanten

Die weitaus größte Gruppe bilden natürlich die Banken, aber auch andere Kreditgeber treten in den letzten Jahren häufiger in Erscheinung.
Wie zuvor erwähnt, gibt es schätzungsweise mehr als 50 unterschiedliche Kreditarten am Markt, wobei allerdings maximal zehn Darlehensarten rund 90 Prozent des Finanzierungsvolumens ausmachen. Dazu zählen insbesondere die folgenden Kreditarten:

Immobiliendarlehen
Dispositions- bzw. Kontokorrentkredit
Raten- bzw. Konsumentenkredit
Existenzgründungsdarlehen
Gewerbekredit

Die einzelnen Kreditarten unterscheiden sich insbesondere durch ihre Konditionen, aber auch hinsichtlich der Laufzeit, der möglichen Darlehenssumme und der Art der Besicherung. Auch beim Verwendungszweck gibt es Unterschiede, wenn man sich beispielsweise den Dispositionskredit und den Immobilienkredit in der Gegenüberstellung betrachtet.

Welche Kosten verursacht ein Kredit?

Der Hauptkostenfaktor bei nahezu jedem Kredit sind natürlich die Zinsen, die vom Darlehensnehmer an den Kreditgeber zu zahlen sind. Welcher Kreditzins vom Darlehensnehmer zu zahlen ist, hängt in der Praxis von mehreren Faktoren ab, nämlich:

Bonität des Kreditnehmers
Darlehenssumme
Sicherheiten
Laufzeit

Das allgemeine Zinsniveau spielt natürlich ebenfalls eine Rolle, denn die Banken orientieren sich mit ihren Kreditzinsen beispielsweise am EZB-Leitzins oder auch am EURIBOR. Die Darlehensart hat ebenfalls größeren Einfluss auf die zu zahlenden Kreditzinsen, denn während man beispielsweise beim Dispositionskredit Sollzinsen von zum Teil über 10 Prozent zahlen muss, erhält man einen Immobilienkredit im günstigsten Fall schon für unter einem Prozent.
Neben den Zinsen gibt es noch weitere Kosten, die unter Umständen in Verbindung mit einem Kredit stehen. Dazu zählen beispielsweise Bearbeitungsgebühren, Kontoführungsgebühren, Bereitstellungszinsen oder auch eine Vorfälligkeitsentschädigung.

Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit als Voraussetzung für einen Kredit

Banken sind per Gesetz und auch gemäß der eigenen Richtlinien dazu verpflichtet, im Vorfeld der Kreditvergabe möglichst genau zu prüfen, ob der Empfänger des Kredites voraussichtlich in der Lage sein wird, den erhaltenen Betrag ordnungsgemäß nebst Zinsen zu zahlen. Zuvor muss der Kreditgeber allerdings noch feststellen, ob der Antragsteller überhaupt kreditfähig ist. Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn der Antragsteller volljährig ist. Kredite dürfen nämlich - bis auf wenige Ausnahmen - nicht an Minderjährige vergeben werden. Die Prüfung der Kreditfähigkeit ist per Gesetz eine absolute Pflicht, da es Minderjährigen untersagt ist, Schulden zu machen.

Die zweite Voraussetzung für den Erhalt eines Bankkredites ist neben der Kreditfähigkeit die Kreditwürdigkeit. Diese ist eine andere Bezeichnung für die Bonität des Kreditnehmers. Schon aus Eigeninteresse prüfen die Kreditgeber, ob die Bonität ausreichend ist, um das Darlehen zurückzuzahlen. In aller Regel wird die Kreditwürdigkeit an der SCHUFA-Auskunft, am Einkommen und sonstigen Vermögen bzw. Sicherheiten festgemacht.

Die Besicherung eines Kredits

Häufig spielt im Zusammenhang mit einem Kredit auch die Absicherung eine Rolle, also eine Kreditsicherheit. Dies ist natürlich weniger beim Dispositionskredit der Fall, sondern meistens nur bei Darlehenssummen, die sich im Bereich ab 10.000 Euro bewegen. Beim Immobilienkredit verwenden die Banken heutzutage ohnehin nahezu ausschließlich eine Grundschuld als Sicherheit, während es zum Beispiel bei Ratenkrediten auch andere Kreditsicherheiten sind, die infrage kommen können, wie zum Beispiel:

Sicherungsübereignung Kfz (meistens bei Autokrediten)
Verpfändung von Wertpapieren
Abtretung von Forderungen
Verpfändung von Sparguthaben
Bürgschaft

Bis auf die Bürgschaft handelt es sich jeweils um sogenannte dingliche Sicherheiten, weil ein Sachwert oder Geldguthaben dahinter steht. Demgegenüber ist die Bürgschaft die einzige persönliche Kreditsicherheit, denn in diesem Fall ist es eine Person (der Bürge) der letztendlich für die Schulden des Kreditnehmers einstehen muss.

Gibt es Unterschiede zwischen einem Kredit und einem Darlehen?

Wie eingangs bereits erwähnt, werden die zwei Begriffe Kredit und Darlehen im Allgemeinen synonym verwendet. Tatsächlich gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen dem Kredit und dem Darlehen. Mitunter wird lediglich danach unterschieden, ob es sich um eine kurz-, mittel- oder langfristige Kapitalleihe handelt. So werden häufig Geldleihen mit kurzer oder maximal mittlerer Laufzeit als Kredite bezeichnet, während man zum Beispiel in der Baufinanzierung aufgrund der langen Laufzeiten eher von einem Darlehen spricht. Für Kunden hat diese mögliche Unterscheidung allerdings keine Bedeutung, zumal manche Banken selbst bei der gleichen Kreditart oftmals von einem Kredit sprechen, während andere Banken ihr Produkt als Darlehen bezeichnen.