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Was ist der KSV in Österreich?

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In Deutschland gibt es bekanntlich die Schufa, eine Kreditauskunftei. Es handelt sich dabei um ein Unternehmen, welches die Daten von mittlerweile über 60 Millionen Bundesbürgern gespeichert hat und von anderen Unternehmen, insbesondere Banken und Telekommunikationsgesellschaften, als Kooperationspartner genutzt wird. Die in der Schufa gespeicherten Daten sagen etwas über die Bonität des Kunden aus. Was die Schufa in Deutschland ist quasi der KSV in Österreich. Worum es sich dabei im Detail handelt, was der KSV macht, wer ihm angeschlossen ist und welche Daten gespeichert werden, das erfahren Sie in unserem Beitrag.

Was ist der KSV?

KSV ist in diesem Fall die Abkürzung für Kreditschutzverband. Es handelt sich dabei um einen Gläubigerschutzverband aus Österreich, der im Jahre 1870 gegründet wurde. Der KSV wird deshalb oftmals auch als Kreditschutzverband von 1870 bezeichnet. Er hat seinen Hauptsitz in Wien und verfügt über weitere Niederlassungen, unter anderem in Innsbruck, Salzburg und Graz. Beim KSV arbeiten knapp 400 Mitarbeiter und der Kreditschutzverband erzielt einen Jahresumsatz von etwas über 40 Millionen Euro.

Welche Aufgabe hat der Kreditschutzverband?

Der KSV hat mehrere Aufgaben bzw. bietet verschiedene Leistungen an. Dazu gehören insbesondere:

  • Bonitätsauskünfte
  • Bonitätsbeobachtung (Monitoring)
  • Insolvenzvertretung
  • Inkasso
Im Zentrum der Geschäftstätigkeit stehen internationale Bonitäts- und Wirtschaftsauskünfte, die über den KSV abgerufen werden können. Die Auskünfte geben dem jeweiligen Unternehmen eine Einschätzung über die finanzielle Situation des entsprechenden Kunden bzw. Unternehmens. Ein weiteres Geschäftsgebiet des Kreditschutzverbandes ist die sogenannten Geldeintreibung, auch als Inkasso bezeichnet. Unternehmen können also den Kreditschutzverband beauftragen, ihre offenen Forderungen einzubringen.

Welche Daten speichert der KSV?

Wenn es um die Speicherung von Daten geht, werden natürlich insbesondere Datenschützer und auch immer mehr Verbraucher hellhörig. Daher stellt sich die berechtigte Frage, welche Daten eigentlich im österreichischen Kreditschutzverband gesammelt werden. Dazu muss man wissen, dass der KSV die folgenden zwei Hauptdatenbanken besitzt:

  • Verzeichnis Konsumentenkreditevidenz
  • Verzeichnis zur Warenkreditevidenz
In der Rubrik Konsumentenkreditevidenz sind insbesondere Daten gespeichert, die Informationen zu Krediten, Mobilfunk- und Leasingverträgen geben. Fast noch interessanter ist die Kategorie Warenkreditevidenz. Hier werden innerhalb des KSV nämlich Vorkommnisse vermerkt, die insbesondere darin bestehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen sind, sodass zum Beispiel ein Inkassounternehmen eingeschaltet werden musste. Aber auch anderweitige Verfahren, die fast immer einen negativen Ursprung haben, sind dort gespeichert.

Kredite werden ebenfalls in der Datenbank des KSV gespeichert

Wie es auch hierzulande bei der Schufa der Fall ist, werden in der Datenbank des KSV ebenfalls Kredite gespeichert. Das System funktioniert ähnlich wie in Deutschland, nämlich in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern. So fragen insbesondere Kreditinstitute nicht nur die Daten bei der KSV an, sondern melden dem Kreditschutzverband auch aufgenommene Darlehen. So verfügt der KSV insbesondere über die folgenden Angaben zu zahlreichen Krediten:

  • Darlehenssumme
  • Laufzeit
  • Rückzahlungsmodalitäten
Ein an den KSV gemeldeter Kredit ist per se nichts Negatives, sondern enthält lediglich die Information darüber, dass jemand ein Darlehen aufgenommen hat. Allerdings werden - wie bereits angesprochen - Probleme mit Rückzahlungen ebenfalls gespeichert.

Worum handelt es sich bei der sogenannten „schwarzen Liste“?

Neben den zuvor genannten zwei Datenbanken existiert im Kreditschutzverband noch eine „Blacklist“, eine schwarze Liste. In dieser Liste tauchen Privatpersonen auf, die in der Vergangenheit sehr negativ und zum Teil kriminell in Erscheinung getreten sind. In der schwarzen Liste werden nämlich Person insbesondere dann eingetragen, wenn folgende Vorkommnisse bekannt wurden:

  • Bankautomaten-Missbrauch
  • Kreditkarten-Missbrauch
  • Scheck-Missbrauch
  • Überzogene Girokonten
  • Offene Kreditraten
Zusammengefasst: Wer in der schwarzen Liste des KSV auftaucht, wird aller Voraussicht nach von einer österreichischen Bank kein Darlehen erhalten und auch mit anderen Kooperationspartnern Schwierigkeiten haben, einen Vertrag abzuschließen.

Wer sind die Kooperationspartner des KSV?

Mit den Kooperationspartnern des KSV verhält sich ähnlich wie mit der Schufa in Deutschland. Es sind mehrere Unternehmensarten, die mit dem KSV zusammen arbeiten. Dazu gehören insbesondere:

  • Kreditinstitute
  • Sonstigen Finanzdienstleister, beispielsweise Leasingunternehmen
  • Versicherungsgesellschaften
  • Mobilfunk-Unternehmen
Bei den genannten Parteien besteht die Verbindung meistens auf Gegenseitigkeit. Das bedeutet, dass die Banken zum Beispiel von Kunden aufgenommene Darlehen an den KSV weiterleiten und im Gegenzug dazu Auskünfte über die im Kreditschutzverband eingetragenen Personen und Unternehmen einholen dürfen.

Wie lange werden Einträge im Kreditschutzverband gespeichert?

Eine interessante Frage ist nicht nur, welche Daten der KSV speichert, sondern wie lange vorhandene Einträge bestehen bleiben. Es kommt in erster Linie darauf an, um welche Art Eintrag es sich handelt und ob sich der Kunde pflichtgemäß verhält. Danach resultieren zum Beispiel die folgenden Fristen, nach deren Ablauf ein Eintrag gelöscht wird:

  • Ordnungsgemäß zurückgezahlter Kredit: maximal nach 3 Monaten
  • Zahlungsschwierigkeiten und Mahnungen: maximal 5 Jahre
  • Privatinsolvenz: 7 Jahre
  • Einträge schwarze Liste: 3 Jahre nach Begleichen der Schulden

Kann ich gegen einen negativen Eintrag im KSV vorgehen?

In den meisten Fällen ist ein negativer Eintrag im Kreditschutzverband berechtigt. Dann haben Sie im Grunde keine Handhabe, eine vorzeitige Löschung zu erwirken. Anders stellt sich die Situation allerdings dar, wenn es sich um einen falschen, fehlerhaften oder veralteten Eintrag handelt. Dann haben Sie selbstverständlich das Recht darauf, die sofortige Löschung des nicht korrekten Eintrages zu beantragen. Sie können mitunter sogar Schadenersatz einfordern. Es empfiehlt sich in dem Fall, dass Sie sich an das Unternehmen wenden, welches den Eintrag veranlasst hat, also Ihre Daten weitergeleitet hat. Sollte das Unternehmen bzw. der KSV Ihrem Löschungswunsch nicht nachkommen, kann es unter Umständen sogar notwendig sein, dass Sie einen Rechtsanwalt mit Ihrer Vertretung beauftragen müssen.

Fazit: Österreichischer KSV vergleichbar mit deutscher Schufa

Was die Schufa in Deutschland ist, ist der KSV in Österreich. Der Kreditschutzverband nimmt in erster Linie die Aufgabe war, Daten von Personen und Unternehmen zu sammeln und diese auf Anfrage seinen Kooperationspartnern zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es vor allem um eine Bonitätsauskunft, die zum Beispiel von Kreditinstituten angefordert wird. Darüber hinaus bietet der KSV auch ein Inkasso an. Es wird eine Reihe von Daten gespeichert, die allerdings nach einer gewissen Zeit auch wieder gelöscht werden.