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19.09.2019

Kreditübernahme durch Dritte? Realistisch oder unmöglich?

Wer einen Kredit aufnimmt, geht damit gegenüber dem Kreditnehmer Pflichten wie der der vertragsgemäßen Tilgung ein. Doch was ist wenn diese Pflichten vom Kreditnehmer nicht mehr erfüllt werden können? Kann dann der bestehende Kredit an eine dritte Person übertragen werden? Und wenn ja, wie funktioniert dies? Worauf muss geachtet werden?
Ablehnung des Kreditwunschs
Denken Sie auch manchmal „wie schön wäre es, wenn ich meinen Kredit unbürokratisch an jemand anderen übertragen könnte“? Was für manchen Verbraucher vielleicht komisch klingt, kann durchaus vorkommen. Beispielsweise kann sich die berufliche und damit auch finanzielle Lage eines Schuldners während der Rückzahlungsphase eines Darlehens deutlich verschlechtern. Eine Anpassung der Kreditraten auf ein vertretbares Niveau ist dann leider nicht immer möglich, vor allem nicht bei unerwartet auftretender Arbeitslosigkeit. Banken aber bestehen abgesehen von zeitweiser Stundung auf vollständigen Tilgungen. Die Übernahme des Kredits durch andere Personen kann hier eine adäquate Lösung sein. Verwandte, Bekannte und Freunde kommen als Übernahmekandidaten theoretisch infrage. Der Vorteil für ursprüngliche Darlehensnehmer besteht darin, dass im Ernstfall keine weiteren Folgen für die eigene Bonität zu befürchten sind.

Ohne Zustimmung der Bank läuft Ihr Kredit planmäßig weiter

Bisherige Kunden (also die ursprünglichen Kreditnehmer) der geldgebenden Bank können weiterhin über die Mittel aus dem Ratenkredit verfügen – sofern dies mit der Bank und den neuen Kreditnehmern vereinbart wurde. Neben privaten Helfern können Verbindlichkeiten durchaus auch von zwei neuen Vertragspartnern oder sogar Unternehmen übernommen werden. In der Theorie muss nicht einmal eine persönliche Beziehung zwischen den vorherigen und den zukünftigen Schuldnern existieren.

Allerdings gilt generell: Die Bank muss der Übertragung des Ratenkredits zustimmen. Kreditinstitute können durchaus auf dem vereinbarten Kreditvertrag bestehen. Kulanz ist zu in erster Linie dann zu erwarten, wenn ein baldiger Zahlungsausfall (schlimmstenfalls als Ergebnis einer sogenannten Privatinsolvenz) zu erwarten ist. Denn in einem solchen Szenario kann durch die Bewilligung einer Kreditübernahme das Schlimmste abgewendet werden.

Banken werden sehr genaue Prüfungen vornehmen

Selbstredend ist nur mit einer Zustimmung zu rechnen, wenn die für die Übernahme vorgesehene Person den anfänglichen Anforderungen der Finanzierung gerecht wird. Gemeint ist damit natürlich vorrangig die Kreditwürdigkeit. Weisen die „Vertreter“ im Rahmen der KSV-Abfrage eine vergleichbare oder gar schlechtere Bonität auf, ist eine Ablehnung des Antrags im Grunde garantiert. Gleichsam muss die Prüfung der Einkommensnachweise unter Berücksichtigung der laufenden Kosten eine reibungslose Rückzahlung der offenen Restschuld durch den nehmen Darlehensnehmer nahelegen.

Verschiedene Umstände legen Kreditübernahme nahe

Ein Sonderfall, der eine Finanzierungs-Übertragung sinnvoll erscheinen lassen kann: der vorzeitige Verkauf einer finanzierten Immobilie oder eines Kfz. Die Baufinanzierung wird an dieser Stelle nur am Rande erwähnt. Auch hier ist eine Übernahme im eigentlichen Sinne möglich, allerdings können in diesem Fall Gebühren vonseiten der Banken erhoben werden. Bei anderen Darlehen wie Konsumkrediten ist der Wechsel des Schuldners nach Zustimmung der Geldgeber normalerweise gebührenfrei. Zur Sicherheit sollten Sie im Vorfeld schon bei der Kontaktaufnahme gezielt nach möglichen Nebenkosten fragen.

Ansonsten gilt: → Alle Rechte und Pflichten der Finanzierung liegen nach Vertragsänderung beim neuen Kreditnehmer!

Wie erwähnt müssen Kreditgeber nicht unbedingt dem Willen des derzeitigen Darlehensnehmers nachkommen. Es handelt sich um eine freiwillige Bewilligung. Vertragliche Hinweise zu Maßnahmen tauchen in Kreditverträgen meist nicht auf. Dabei gibt es neben den beiden genannten Situationen noch einen Moment im Leben, der zu einer Änderung des Vertrags führen kann. Gemeint sind hier Trennungen und Scheidungen. In deren Verlauf kann ein Schuldnerwechsel sinnvoll sein, wenn Kreditmittel schon vor der Auflösung der Beziehung vielleicht nur von einer Person verwendet wurden und der zweite Kreditnehmer im Grunde nur als zusätzliche Sicherheit diente.

„Kredit-Weitergabe“ von Eltern an Kinder

Eine weitere Gruppe von Menschen, die Finanzierungen übertragen lassen möchten, sind Eltern, die zu einem früheren Zeitpunkt für den Nachwuchs Darlehen aufgenommen haben. Beispielsweise zur Anschaffung des ersten eigenen Autos für ein Kind. Nun verdienen die lieben Kleinen ihr eigenes Geld? Ein guter Moment, um eine Kreditübernahme in Betracht zu ziehen. Vielleicht können junge Berufstätige sogar eine bessere Bonität vorweisen. Wird im Zuge der Übertragung auch eine Aufstockung der Kreditsumme beantragt, können mit etwas Verhandlungsgeschick sogar aus Kundensicht Optimierungen der Verzinsung erreicht werden.

Umschuldung statt oder zusätzlich zur Übernahme?

Es lohnt sich, vor einem möglichen Wechselantrag zunächst den Markt auf Alternativen hin zu prüfen. Im Kreditvergleich findet sich möglicherweise das eine oder andere Kreditangebot, welches statt der Kreditübernahme eine kostensenkende Umschuldung erlaubt. Dies kann im Fall der Fälle die einfachste Lösung sein. Denn eines müssen Sie sich vor Augen führen. Erweist sich der momentane Geldgeber nicht als kulant, bleibt ein gemeinsam beantragtes Darlehen bis zur Zahlung der Schlussrate ein lästiges Band für ehemalige Paare. Die daraus resultierenden Probleme aber möchte auch manche Bank vermeiden und wird in einem solchen Fall vielfach dem Übertragungsantrag stattgeben.

Übertragung mit und ohne Haftung der Erstschuldner

Die rechtlichen Rahmenbedingungen sollen hier aufgrund des fehlenden Platzes nicht ausführlich erläutert werden. Nur so viel: Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen zwei Varianten. Auf der einen Seite gibt es die Variante, bei der Altschuldner weiterhin haftbar sind, während der Neuschuldner zukünftig die Kreditraten trägt. Hier spricht man oftmals auch von einer „einfachen Schuldmitübernahme“. „Einfach“ ist deshalb berechtigt, weil dieser Schritt auch ohne die Bank durch einen Neuvertrag zwischen dem bisherigen und zukünftigen Neuschuldner geregelt werden kann. Dem gegenüber steht im Bürgerlichen Gesetzbuch die „befreiende Schuldübernahme“. Hierbei handelt es sich um die bereits bekannte Form, bei der Gläubiger (Banken, Kreditinstitute, private Geldgeber) dem Schuldnerwechsel zwingend zustimmen müssen. Banken können wahlweise erlauben, dass alle Rechte und Pflichten auf den neuen Schuldner übergehen.

Welche Bedingungen stellen Banken an neue Kreditnehmer?

Denkbar ist aber ebenfalls die Trennung zwischen Rechten und Pflichten. Gemeint ist: Altschuldner können nicht nur über die Mittel verfügen; sie können außerdem von späteren Rückzahlungen von Gebühren oder Zinsen profitieren. Der Neuschuldner trägt dafür die Verantwortung für die verbliebene Kreditrückzahlung. Die Frage, welche Bedingungen Neuschuldner bei der Kreditübernahme erfüllen müssen, ist recht schnell beantwortet. Denn die Anforderungen sind im Prinzip identisch mit den Bedingungen bei einem normalen Kreditantrag. Dazu gehören:

  • ein aktueller, gemeldeter Wohnsitz
  • ein Konto bei einer inländischen Bank
  • ein Mindestalter von 18 Jahren
  • ein ausreichendes und regelmäßiges Einkommen
  • ein unbefristetes Arbeitsverhältnis
  • eine ausreichende Kreditwürdigkeit

Die Einkommenslage sollte bei einer Übernahme aus naheliegenden Gründen mindestens vergleichbar mit den Einkünften bisheriger Darlehensnehmer sein. Zu hohe laufende Kosten können zum Hindernis beim Schuldnerwechsel werden. Die Bonitätsprüfung ist obligatorisch. Eine Ablehnung sorgt dafür, dass ursprüngliche Kreditnehmer weiterhin Vertragsinhaber bleiben. Sicherheiten können die Erfolgsaussichten steigen lassen. Dass keine Pauschalaussagen zu den Chancen für die Bewilligung durch die Bank formuliert werden können, hat einen Grund. Kreditgebern geht es ausschließlich um die fristgerechte und vollständige Rückführung der Kreditsummen. Wer letztlich für Schulden aufkommt, interessiert Banken oft wenig. Je besser die Einschätzung, desto wahrscheinlicher wird die Bank grünes Licht für eine Kreditübertragung auf eine andere Person geben.

Was passiert bei Kreditübernahmen mit Restschuldversicherungen?

Gute Frage. Wer ein Darlehen in Verbindung mit einer Restschuld- oder Kreditversicherung abgeschlossen hat, muss diesen Aspekt bei angestrebter Kreditübernahme berücksichtigen. Hier entscheiden die jeweiligen Vertragsbedingungen. Oftmals haben Versicherte die Chance (ob Übertragung oder vorfällige Ablösung eines Kredits), die Police als personengebundes Angebot zu kündigen. Gelingt dieser Schritt, können Sie mit etwas Glück sogar Ansprüche auf Rückzahlung bereits gezahlter Versicherungsbeiträge geltend machen. Als Laie sollten Sie beim geringsten Zweifel den Kontakt zu Bank und Versicherer aufnehmen. So können Missverständnisse im Vorfeld der Übernahme Ihrer Finanzierung durch andere Personen vermieden werden. Die Lektüre der Kredit- und Versicherungsverträge ist für unerfahrene Verbraucher kompliziert. Legen Sie Wert auf schriftliche Stellungnahmen zur Kündigung und Fortsetzung eines Vertrags. So gelingt alles reibungslos mit entsprechenden Nachweisen und ohne unnötige Mehrkosten. Verbraucherschützer und unabhängige Kreditberater können helfen, wenn Sie nicht mehr weiter wissen.
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Redakteur: Markus Gildemeister

Markus Gildemeister ist seit rund 10 Jahren freiberuflicher Redakteur und bei Cashper Hauptverantwortlicher für unseren Finanzblog. Markus generelles Interesse gilt der Finanzwelt sowie der FinTech Szene. Neben seiner redaktionellen Aktivität bei uns betreibt er selbst mehrere, erfolgreiche Finanzportale. Zudem ist er Gastautor und Kolumnist in deutschen (u.a Focus.de) sowie zahlreichen US-amerikanischen Investment-Portalen (Investing.com / Stockopedia.com etc.)