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22.12.2021

Kredite sind Männersache - oder?

Keine Frage: Es gibt sie – die sogenannten „Männer“-Domänen. Für die meisten gehört auch das Thema Finanzen, insbesondere Kredit dazu. Doch in Sachen Finanzierung hat sich viel verändert – nicht zuletzt, dass zunehmend mehr Frauen auf die Möglichkeit zurückgreifen, sich mithilfe eines Kredits ihre Träume zu verwirklichen.
Kredite sind Männersache- oder? Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern
Achtung Phrasendresche: Typisch Mann, typisch Frau! Hartnäckig halten sich in vielen Bereichen, privat wie beruflich, die Vorurteile gegenüber dem „anderen Geschlecht“. Auch wenn es zum Beispiel um das Thema Konsum, Geld und Kredite geht. Die Klassiker unter allen diesen Vorurteilen und Sprüchen?

„Frauen können nicht mit Geld umgehen“ oder „Finanzen sind Männersache“. Echt jetzt?

Die Realität im Jahr 2021 sieht dabei völlig anders aus. Die Ergebnisse verschiedener Online-Studien und -Umfragen zum Thema Finanzierung und Kredite zeigen zum Beispiel, dass Männer bei der Aufnahme von Krediten und Darlehen nur noch leicht vor den Frauen liegen. Es tut sich also etwas. Doch was genau?

Fakt ist, dass das Geschlechterverhältnis bei Kreditanträgen inzwischen mehr als ausgewogen ist. Unbestritten ist, dass sich die Anliegen und Wünsche bei Krediten zwischen den beiden Geschlechtern teilweise recht deutlich unterscheiden. Doch Finanz-Experten machen hier deutlich, dass dies alles andere als eine Frage des Geschlechts ist, sondern vielmehr mit der jeweiligen Lebenssituation und der individuellen Lebensplanung in Zusammenhang steht.

Frauen agieren bei der Kreditaufnahme bestens vorbereitet und besonnen

Doch der wesentlichste Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern unter dem Aspekt der Kreditaufnahme liegt in der völlig unterschiedlichen Herangehensweise. So gehen Frauen aus Sicht zahlreicher Bankberater sehr viel überlegter und oftmals deutlich besser vorbereitet an das Thema „Kreditaufnahme“ heran. Die Erkenntnis?

Frauen planen ausführlicher, sind vorausschauender und spielen mögliche größere Veränderungen durch, bevor sie sich entscheiden. Zudem legen Frauen einen hohen Wert auf eine ausführliche, der individuellen Situation angepassten Beratung. Im Zuge dessen sie dann mit dem Berater die einzelnen Optionen im Detail abstimmen.

Männer: Selbstbewusstsein und gewisse Hemdsärmeligkeit sind keine Seltenheit

Und die Männer? Sie wissen, was sie wollen und stellen dies auch entsprechend dar. Sie strotzen oftmals vor den Augen des Bankberaters nur so vor Selbstbewusstsein. Auf durchaus fundierte Hinweise, das eigene Kredit-Vorhaben vielleicht doch noch einmal zu überdenken, reagieren Männer meist mit einer dezent dargestellten Form des „ungehalten“ seins. Klassische Antwort?
„Das passt schon“ oder „das lassen sie mal meine Sorge sein“

Männer agieren bei Finanzierungen somit also auch deutlich weniger sicherheitsorientiert. Vor allem dann, wenn es um die Finanzierung von Kraftfahrzeugen geht. Das ist Männer-Domäne und wenn ein neues Auto her muss, dann ist es ebenso. Ein Auftreten, das sich dann auch in der Höhe der Kreditsumme darstellt.

Denn geht es um die Finanzierung von typischen Männerträumen, darf es dann auch gern mal etwas mehr sein. Männer nehmen im Vergleich zu Frauen höhere Darlehen auf. Der Unterschied ist zwar nicht riesig, aber eben doch deutlich.
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Redakteur: Markus Gildemeister

Markus Gildemeister

Markus Gildemeister ist seit rund 10 Jahren freiberuflicher Redakteur und bei Cashper Hauptverantwortlicher für unseren Finanzblog. Markus generelles Interesse gilt der Finanzwelt sowie der FinTech Szene. Neben seiner redaktionellen Aktivität bei uns betreibt er selbst mehrere, erfolgreiche Finanzportale. Zudem ist er Gastautor und Kolumnist in deutschen (u.a Focus.de) sowie zahlreichen US-amerikanischen Investment-Portalen (Investing.com / Stockopedia.com etc.)