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23.12.2020

Heute kaufen, später zahlen – das Geschäft mit Kleinstkrediten

Es klingt verlockend: FinTechs bieten die Möglichkeit selbst kleinere Beträge mittels schnell verfügbarem Kleinstkredit finanzieren zu können. Dabei steht das Geld frei zur Verfügung und so kann selbst Bekleidung auf Kredit gekauft werden. Doch was steckt genau hinter diesen Kleinstkrediten?
Heute kaufen, später zahlen – das Geschäft mit Kleinstkrediten

Dass das Geschäft mit Krediten im Einzelhandel sowohl für den Händler an sich als auch für die, mit der Abwicklung des Kreditgeschäfts zuständige Bank ein durchweg einträgliches Geschäft ist, ist nichts Neues. Aus gutem Grund, denn der Einzelhändler kann mit einem entsprechenden Ratenkredit teure, aber eben margenträchtige Produkte deutlich einfacher an interessierte Verbraucher verkaufen.

Und die Banken verdienen an den so vermittelten Krediten entweder an den Zinsen, sofern es sich nicht um eins dieser Null-Prozent-Finanzierungsangebote handelt oder aber schlicht daran, dass mit dem Erhalt der Kundendaten weitere Bank-Produkte wie eine Kreditkarte, Girokonto etc. angeboten werden können.

Das Einzige, was hierbei stets als Voraussetzung galt war, dass die auf Kredit finanzierten Waren einen gewissen Mindestwert darstellen mussten. Wer beispielsweise lediglich einen Blu-Ray Disc Player mit einem Wert von 120 € finanzieren wollte, sah sich mit der Realität dahingehend konfrontiert, dass der Händler dies mit der Aussage des „nicht möglich“ verneinte. Und zwar nicht aus dem Grund, dass er hier kein Geschäft machen will, sondern vielmehr weil Banken die Finanzierung solcher Kleinstkredite schlicht ablehnen beziehungsweise gar nicht erst anbieten. Es lohnt sich für sie unter vielerlei Aspekten nicht.

Kleinstkredite zum Warenkauf – FinTechs wittern neue Marktnische

Doch nur weil sich solche Geschäfte für Banken mit entsprechendem Kostenapparat hier verweigern, muss dies noch lange nicht heißen, dass sich hier nicht doch ein Business-Modell ableiten lässt – und zwar für jene Unternehmen, die sich seit geraumer Zeit anschicken, die etablierte Finanzwelt aufzumischen – die FinTechs.

Und so darf es nicht wundern, dass nun vermehrt – und zwar vorrangig in unserem Nachbarland Deutschland – in Geschäften aller Art Werbeslogans auftauchen, die da lauten „Kauf heute, zahl später“. Zugegeben, der Slogan ist nicht neu und bis dato eben zumeist in Kombination mit entsprechenden Ratenkredit-Angeboten im Elektronik-Handel aufgetaucht.

Jeans und Schuhe auf Kredit? Kleinstkredite sollen dies möglich machen?

Doch es hat sich etwas verändert, denn dieser Slogan taucht nun auch im Sport-, Schuh- und allgemein Bekleidungsgeschäften auf – und auch im damit verbundenen Online-Handel. Und ja – es wird die Möglichkeit geboten, sich Sportschuhe, Jeans, Jacken etc. auf Kredit zu kaufen. Die neue Jacke kostet 200 €? Kein Problem – zahlbar in 10 Raten a 20 €. Realisiert von sogenannten FinTechs, die in dieser Art von Krediten eine Marktnische entdeckt haben. Oder aber zumindest daran glauben!

Und dieser Glaube ist nicht ganz unberechtigt, schaut man sich die Zielgruppe jener Kleinstkredite an. Denn angesprochen werden vor allem jene Menschen, die in der Regel monatlich nicht sehr viel Geld zur Verfügung haben, aber dennoch den aktuellen „Fashion-Trends“ beziehungsweise „Must-haves“ folgen wollen. Und das sind junge Leute, denen mit diesen Finanzierungsangeboten signalisiert wird:

„Hey, du kannst dir diese hippen neuen Sneaker leisten, ohne, dass du dafür sofort dein gesamtes Taschengeld für den Monat ausgeben mußt!“

Und in der Tat: 20 € pro Monat klingt deutlich leichter „stemmbar“ als 200 € sofort. Und um das ganze Thema Kleinstkredit so einfach wie möglich und möglichst zielgruppen-konform zu machen, gibt es natürlich die passende Kredit-App, die ermöglicht, dass die gewünschte Kreditsumme mit wenig Angaben und Klicks zur Verfügung steht.

Kleinstkredite sind teuer – und oft der Eingang zur Schuldenspirale

Was nur leider bei der so geschaffenen Euphorie allzu oft in Vergessenheit oder zumindest ins Hintertreffen gerät: Selbst FinTechs mit ihren zumeist sehr schlanken Kostenstrukturen sind nicht als Wohlfahrts-Verbände angetreten. Nein – auch sie wollen und müssen Geld verdienen und dies erfolgt beim Geschäft mit Krediten anhand von Zinsen.

Und die sind bei diesen Kredite oftmals recht happig. Zinssätze von 10% per anno effektiv und mehr sind dabei keine Seltenheit. Doch nicht die Zinssätze allein sind die Gefahr dieser Kredite. Es sind vor allem die kleinen Summen und damit verbundenen kleinen Kreditraten, die sich schnell aufgrund allzu argloser Nutzung solcher Kreditangebote, zu immer größeren Ratensummen addieren und schlimmstenfalls zum finanziellen Kollaps des Kreditnehmers führen.

Ein Blick in die nordischen Staaten, wo diese Kreditangebote bereits fest etabliert sind, zeigt, dass die Verschuldungsquote gerade bei jungen Menschen hierdurch deutlich gestiegen sind – und der Staat letztendlich entsprechend regulierend eingreifen musste.
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Redakteur: Markus Gildemeister

Markus Gildemeister

Markus Gildemeister ist seit rund 10 Jahren freiberuflicher Redakteur und bei Cashper Hauptverantwortlicher für unseren Finanzblog. Markus generelles Interesse gilt der Finanzwelt sowie der FinTech Szene. Neben seiner redaktionellen Aktivität bei uns betreibt er selbst mehrere, erfolgreiche Finanzportale. Zudem ist er Gastautor und Kolumnist in deutschen (u.a Focus.de) sowie zahlreichen US-amerikanischen Investment-Portalen (Investing.com / Stockopedia.com etc.)