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06.11.2019

Fremdwährungskredite in der Analyse - Chancen und Risiken kennen

Spätestens mit der Öffnung der Schweizer Währung gegenüber dem Euro werden Fremdwährungskredite in Österreichüberaus kritisch betrachtet. Dennoch bieten diese Kredite in ausländischen Währungen durchaus Chancen Kosten zu sparen. Vorausgesetzt man ist sich eben jener Chancen als auch Risiken bewusst, die sich aus Währungsschwankungen ergeben können.
Fremdwährungskredite Chancen und Risiken

Manche Darlehensarten am Finanzmarkt sind Standardkredite, wie zum Beispiel Dispositionskredite, Ratenkredite und Immobiliendarlehen. Standardkredite heißen sie deshalb, weil sie zum Beispiel von vielen Banken angeboten werden und zum anderen für eine große Gruppe von Kunden geeignet sind. Neben diesen Standardkrediten gibt es jedoch ebenso einige Spezialkredite, die zum einen auf spezielle Bedürfnisse des Kunden ausgerichtet sind und zum anderen deutlich weniger Kreditsuchende ansprechen. Zu diesen – in der Regel nicht sehr bekannten – Spezialkrediten gehört auch der Fremdwährungskredit. Worum es sich dabei handelt und in welchen Bereichen solche Fremdwährungsdarlehen häufig zum Einsatz kommen, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Was kennzeichnet ein Fremdwährungsdarlehen?

Der Fremdwährungskredit kennzeichnet sich zunächst einmal vor allem dadurch, dass es sich um ein Darlehen handelt, welches nicht in Euro, sondern in einer fremden Währung zur Verfügung gestellt wird. Dies gilt ebenfalls für die Rückzahlung, womit wir auf eine zweite Eigenschaft zu sprechen kommen. In der Regel handelt es sich nämlich beim Fremdwährungsdarlehen um ein sogenanntes endfälliges Darlehen. Das bedeutet, es wird während der Laufzeit keine Tilgung vorgenommen, sondern diese erfolgt erst bei Fälligkeit des Kredites. Daraus ergibt sich, dass das Fremdwährungsdarlehen sowohl in einer fremden Währung ausgezahlt wird als auch in dieser Währung zurückgezahlt werden muss. Die Zinszahlung findet entweder in Euro oder ebenfalls in der Fremdwährung statt.

Zusammengefasst ist der Fremdwährungskredit also durch die folgenden Merkmale gekennzeichnet:

  • Endfälliges Darlehen
  • Auszahlung der Kreditsumme in fremder Währung
  • Zinszahlung in Euro oder Fremdwährung
  • Rückzahlung in Fremdwährung

Warum kann ein Fremdwährungsdarlehen für Kreditsuchende interessant sein?

Da das Fremdwährungsdarlehen eher zu den Spezialkrediten gehört, stellt sich durchaus die Frage, warum diese Kreditvariante überhaupt für Kreditsuchende interessant sein könnte. Dazu ist zunächst einmal zu sagen, dass Fremdwährungskredite meistens im Zuge einer Baufinanzierung eingesetzt werden. Der Kreditnehmer verspricht sich im Grunde mindestens einen der folgenden zwei Vorteile, die ein Fremdwährungsdarlehen haben kann, aber nicht zwangsläufig in der Praxis auch immer haben muss, nämlich:

- Günstigerer Kreditzins als bei Darlehen in Euro
- Währungsgewinne durch Differenz Auszahlungs- und Rückzahlungsbetrag

Der erste mögliche Vorteil ist schnell und einfach zu erläutern. Werden beispielsweise Baudarlehen in Euro zu einem Zins von durchschnittlich 1,3 Prozent vergeben, erhofft sich der Kreditsuchende beim Fremdwährungsdarlehen einen niedrigeren Zins. Dies kann immer dann der Fall sein, wenn das Zinsniveau an den Kapitalmärkten des entsprechenden Landes niedriger als das in der Eurozone ist. Aktuell ist es allerdings zum Beispiel eher unwahrscheinlich, dass Sie ein Fremdwährungsdarlehen mit einem noch niedrigeren Zins finden, weil der EZB-Leitzins ohnehin nur bei null Prozent liegt und Baukredite sehr günstig sind. Daher kommt aktuell eher der zweite mögliche Vorteil als Grund für die Aufnahme eines Fremdwährungskredites infrage, nämlich eventuelle Währungsgewinne.

Währungsgewinne als Chance, Währungsverluste als Risiko

Der Hauptgrund, warum sich die meisten Kreditsuchenden für ein Fremdwährungsdarlehen entscheiden, ist die Hoffnung auf Währungsgewinne. Diese entstehen, wenn sich der Devisenkurs in die aus Sicht des Kreditnehmers richtige Richtung entwickelt. Entscheidend ist allerdings nur, wie der Kurs am Fälligkeitstag des Darlehens / Kredit notiert, denn dann muss die Tilgung erfolgen. Grundsätzlich erzielen Sie bei einem Fremdwährungskredit immer dann Währungsgewinne, wenn die fremde Währung im Vergleich zum Euro am Rückzahlungstag weniger Wert als zum Zeitpunkt der Auszahlung des Darlehens hat. Was etwas theoretisch klingt, möchten wir gerne anhand des folgenden Beispiels verdeutlichen:

  • Darlehensbetrag: 100.000 US-Dollar
  • Devisenkurs: 1,1767 Dollar
  • Darlehensbetrag umgerechnet in Euro: 84.983 Euro
  • Rückzahlungsbetrag: 100.000 US-Dollar
  • Devisenkurs: 1,2322 Dollar
  • Rückzahlungsbetrag umgerechnet in Euro: 81.155 Euro

Was können Sie diesem Beispiel entnehmen? Zunächst einmal erhalten Sie ein Fremdwährungsdarlehen in Höhe von 100.000 US-Dollar, was aufgrund der Umrechnung mit einem Kurs von 1,1767 Dollar je Euro dazu führt, dass Sie über einen Betrag von knapp 85.000 Euro verfügen können. Zurückzahlen müssen Sie dann natürlich ebenfalls bei Fälligkeit des Kredites 100.000 US-Dollar. Allerdings müssen Sie dafür nur noch 81.155 Euro aufwenden, denn der Dollarkurs in in der Zwischenzeit gefallen. Das bedeutet, die Fremdwährung (USD) hat gegenüber dem Euro an Wert verloren. Somit haben Sie in diesem Fall einen Währungsgewinn in Höhe von rund 3.800 Euro erzielt.

Zum einen existieren beim Fremdwährungsdarlehen also Chancen auf Währungsgewinne. Diese können aufgrund der langen Laufzeiten solcher Kredite von oftmals 10 bis 15 Jahren durchaus im Bereich von mehr als 10.000 Euro liegen. Allerdings besteht immer auch das Risiko von Währungsverlusten. Hätte sich der Dollar nämlich im Beispiel in die andere Richtung entwickelt und gegenüber dem Euro an Wert gewonnen, dann müssten Sie mehr (in Euro umgerechnet) Geld an den Kreditgeber zurückzahlen als Sie bekommen haben. Somit handelt es sich beim Fremdwährungskredit definitiv um ein nicht „ungefährliches“ Darlehen.

In welchen Währungen werden Fremdwährungsdarlehen am Markt angeboten?

Grundsätzlich kann ein Fremdwährungsdarlehen natürlich in nahezu jeder frei handelbaren Währung angeboten werden. Trotzdem bestimmen rund fünf Währungen den Markt, wenn es darum geht, für welche Fremdwährungskredite Kreditnehmer sich entscheiden.

Dabei handelt es sich in erster Linie um die folgenden Devisen:

  • US-Dollar
  • Schweizer Franken
  • Britisches Pfund
  • Japanischer Yen
  • Norwegische Kronen

Für welche Währung man sich entscheiden sollte, hängt in größerem Umfang natürlich davon ab, wie die Prognosen bezüglich der Entwicklung des betreffenden Währungskurses sind. Wie Sie zuvor erfahren haben, erzielen Sie bei eine Fremdwährungsdarlehen dann Gewinne, wenn der Wert der Währung gegenüber dem Euro sinkt. Daher wäre es natürlich sinnvoll, sich auf solche Devisen zu konzentrieren, bei denen dieses Szenario wahrscheinlich ist. Allerdings ist es aufgrund des langen Zeitraums, also der Rückzahlung der Fremdwährungsdarlehen, im Grunde gar nicht möglich, hier eine einigermaßen zuverlässige Einschätzung zu erhalten. Daher könnten Sie sich vor allem daran orientieren, welche Fremdwährung sich derzeit auf einem recht hohen Niveau befindet, insbesondere historisch betrachtet.

Fazit: Fremdwährungskredite können sinnvolle Ergänzung sein

Im Rahmen einer Baufinanzierung können Fremdwährungsdarlehen durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu den üblichen Darlehensarten sein, insbesondere zum Annuitätendarlehen. Es besteht die Chance auf Währungsgewinne, aber auch die Gefahr von Währungsverlusten. Der Kreditnehmer muss sich also im Klaren darüber sein, dass es passieren kann, dass er mehr Geld zurückzahlen muss, als er von der Bank erhalten hat. Damit sind natürlich nicht die Zinsen gemeint, sondern die Tilgung des endfälligen Kredites. Daher sind Fremdwährungsdarlehen im Grunde nur für risikobereite Kreditnehmer geeignet, sodass die Darlehenssumme nicht unbedingt sehr hoch sein sollte.

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Redakteur: Markus Gildemeister

Markus Gildemeister ist seit rund 10 Jahren freiberuflicher Redakteur und bei Cashper Hauptverantwortlicher für unseren Finanzblog. Markus generelles Interesse gilt der Finanzwelt sowie der FinTech Szene. Neben seiner redaktionellen Aktivität bei uns betreibt er selbst mehrere, erfolgreiche Finanzportale. Zudem ist er Gastautor und Kolumnist in deutschen (u.a Focus.de) sowie zahlreichen US-amerikanischen Investment-Portalen (Investing.com / Stockopedia.com etc.)