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15.04.2021

Finanzmarktaufsicht: Bei 25 % der gestundeten Kredite droht der Ausfall

Dass die Corona-Krise nicht nur die Realwirtschaft mit voller Härte trifft, so droht laut der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA auch den hiesigen Banken ein harte finanzielle Bewährungsprobe. Denn laut FMA drohen den Banken bis zu 25 % Kreditausfälle. Doch die Banken bleiben ob solcher Zahlen entspannt. Noch?
25 % mehr Kreditausfälle durch Corona – Banken bleiben dennoch entspannt
Es ist eine Zahl, die aufhorchen lässt und insbesondere mit der aktuellen Forderung der Arbeiterkammer Österreichs, den Zeitraum für Kreditstundungen zu verlängern, nochmals deutlich an Gewicht gewinnt. Denn laut der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA droht den Banken eine Ausfallquote von rund 25 % beim derzeit gestundeten Kreditvolumen in Österreich. Dies ist das zentrale Ergebnis eines eigens initiierten Stresstests der FMA, um die, bis zum heutigen spürbaren negativen Effekte der Corona Pandemie auf Österreichs Finanzsystem und Bankenwesen zu quantifizieren. Und es zeigt sich: Banken und Realwirtschaft sind auf Dauer nicht zu entkoppeln.

FMA-Vorstand Helmut Ettl erklärte zwar, dass es sich bei den genannten 25 Prozent zweifelsohne um einen hohen Milliarden Betrag bei den drohenden Kreditausfällen handele, dies aus seiner Sicht für den Großteil der Banken in Österreich durchaus verkraftbar, wenn auch sehr schmerzhaft sei. Und er zieht in seiner Analyse des Stresstest-Ergebnisses einen durchaus interessanten Vergleich.

So habe sich zwar der Anteil der faulen Kredite an den gesamten Krediten aus heutiger Sicht lediglich von 2 auf 4 Prozent verdoppelt. Doch im Vergleich zu jenen 13 Prozent, die in der Finanzkrise 2008 als faule beziehungsweise ausgefallene Kredite abzuschreiben waren, sind die nun erwarteten 4 Prozent des gesamten, in Österreich existierenden Kreditvolumens und jenen 25 Prozent bei gestundeten Krediten durchaus akzeptabel.

Einige Banken werden wegen Corona aus dem Markt ausscheiden

Dennoch stellt die aktuelle Corona Pandemie nach der schweren Finanzkrise 2008 die Banken in Österreich abermals vor eine harte Bewährungsprobe. So geht die die Finanzmarktaufsicht davon aus, dass infolge der Coronakrise auch bei den heimischen Banken neue schmerzhafte Einschnitte und Sparprogramme erfolgen werden, wenn nicht gar müssen.

Gerade kleinere Banken oder aber auch ausländische Banken, die in Österreich lediglich ein Niederlassungsgeschäft betreiben, könnten sich in Folge der Corona-Krise gezwungen sehen, sich aus dem hiesigen Finanzmarkt zurückzuziehen.

Eine solche Strukturbereinigung sei nach Auffassung des FMA Vorstandes Ettl durchaus realistisch. Und er ist überzeugt davon, dass dies nicht nur die Bankenszene in Österreich betreffen wird, sondern er geht hier von gesamteuropäischen Bereinigung des Bankenwesens aus. Zudem schließe er auch nicht aus, dass wir In Folge Corona Pandemie Zusammenschlüsse von Banken sehen werden.

Gefahr für die österreichische Finanzmarktstabilität sehr gering

Eine Einschätzung, die auch José Manuel Campa, Vorsitzender der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA, mit seinem Kollegen aus Österreich durchaus teilt. Er und sein Team beobachten, dass die jetzige Krise frühere Schwachstellen bei den Finanzinstituten nur noch verschärft und die Banken zum Handeln zwingen wird, wenn es denn nicht schon geschehen ist. Er merkt jedoch auch an, dass, wenn die Pandemie die Banken noch vor wenigen Jahren getroffen hätte, die Folgen für die Banken als auch die verbundene Realwirtschaft erheblich gravierender gewesen wären.

Die Maßnahmen, die Banken aufgrund gesetzlicher Vorgaben nach der Finanzkrise 2008 auferlegt wurden, insbesondere die Erhöhung der sogenannten Eigenkapital-Quote, würden sich gerade jetzt als wirksam erweisen.

FMA-Chef bestätigt: „Uns steht ein extrem herausfordernde Jahr 2021 bevor“

Nach Worten von FMA-Vorstand Eduard Müller kommen die ganz großen Herausforderungen für die Banken und ihre Bilanzen, wenn die öffentlichen Hilfspakete für die Realwirtschaft auslaufen. Um dann einen plötzlichen "Klippeneffekt" zu vermeiden, müssten diese staatlichen Programme schrittweise auslaufen. Müller sprach heute von "gestundeter Zeit."

Womit er indirekt auf die bereits erwähnte Forderung der Arbeiterkammer eingeht, die auf eine Verlängerung des Zeitraums zur Stundung laufender Kredit als auch auf die Implementierung eines Schutzschirms für betroffene Kreditnehmer drängt. Insofern scheinen sich sowohl Arbeiterkammer als auch FMA einig zu sein: Sowohl auf die Banken als auch auf Kreditnehmer kommen abermals hart Zeiten zu.
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Redakteur: Markus Gildemeister

Markus Gildemeister

Markus Gildemeister ist seit rund 10 Jahren freiberuflicher Redakteur und bei Cashper Hauptverantwortlicher für unseren Finanzblog. Markus generelles Interesse gilt der Finanzwelt sowie der FinTech Szene. Neben seiner redaktionellen Aktivität bei uns betreibt er selbst mehrere, erfolgreiche Finanzportale. Zudem ist er Gastautor und Kolumnist in deutschen (u.a Focus.de) sowie zahlreichen US-amerikanischen Investment-Portalen (Investing.com / Stockopedia.com etc.)