Rückforderung von überhöhten Kreditzinsen

Finale Rechtssicherheit: Zinsklauseln
bei Krediten für unzulässig erklärt

Betrag
€   100
Laufzeit
Kredit 100 Zinsen 0,58
Sie zahlen zurück
Zahlbar am 01-01-0000 Sollzins 15%
Beispiel
2-Raten Option 39
  • Sofortkredit in nur 5 Minuten beantragt
  • KSV-Eintrag? Kein Hindernis!
  • Morgen Geld auf Ihrem Konto
  • Sofortkredit ohne Vorleistung
Persönlicher Kontakt für Ihren Cashper Minikredit
Persönlicher Kontakt
0720 775 382
(Montag - Freitag 9:00 - 17:30)
Wenn es derzeit ein bestimmendes Thema in Österreichs Finanzwelt gibt, dann ist es das Thema der überhöhten Zinsen bei Krediten. Eine Diskussion und damit verbundenen Streitigkeiten. Welche derzeit ausschließlich vor österreichischen Gerichten geführt und ausgefochten wird. Protagonisten dieses Streits sind auf der einen Seite der Verein für Konsumenteninformation (VKI) sowie als Sparringspartner die österreichischen Finanzinstitute als Beklagte. Und in diesem Streit um überhöhten Zinsen bei Verbraucherkrediten kristallisiert sich der VKI immer deutlicher als Sieger heraus, denn im rechtlichen Geplänkel zwischen beiden Parteien steht es mittlerweile recht eindeutig 3:0 für den Verbraucherverband.Denn mittlerweile hat der Oberste Gerichtshof (OGH) in drei Urteilen festgestellt, dass die Banken den negativen Referenzzinssatz Euribor bei variabel verzinsten Euro-Krediten und den Libor bei Fremdwährungskrediten ihren Kunden weiterreichen müssen. Klare Ansage also und das von höchst richterlicher Ebene. Ist dem Streit also damit nun endgültig ein Ende gesetzt? Sollte man meinen, denn die Urteilsbegründung erlaubt im Grund keine weiteren Klagen mehr.

Überhöhte Kreditzinsen: Der Ursprung des Streits

Grundlage des Rechtsstreits ist nach Ansicht des VKI ein Fehlverhalten der Banken weiter der Weitergabe von Zinsvorteilen bei Krediten an die Kreditkunden. Denn bis dato haben die Banken den negativen Zinssatz bei Krediten einfach bei null Prozent eingefroren. Was in der Praxis angewandt Folgendes bedeutet: Die Banken ziehen einfach eine Untergrenze bei den Kreditzinsen zu ihrem eigenen Vorteil ein, eine Zins-Obergrenze zum Vorteil des Kunden existiert jedoch nicht. Aus Sicht des VKI eine klare Benachteiligung der Kreditkunden, welche auf einen Zinsvorteil zugunsten der Bank verzichten, aber bei einer Zinserhöhung das Risiko voll mittragen müssen.

Zinssystem der Banken bei Krediten ist Rechtswidrig

Eine Einschätzung des VKI, welches auch die Richter uneingeschränkt teilen. Denn auch die Richter an Österreichs höchster Rechtsinstitution klassifizieren in ihren bis dato gefällten Urteilen dieses Verhalten der Banken als rechtswidrig. So sind jenen Zinsklauseln nur dann gültig, wenn sie zweiseitig bzw. symmetrisch sind, sprich eine Ober- und Untergrenze festgelegt wurde. Bei korrekter Berechnung müssen die Banken nämlich den negativen Referenzzinssatz Euribor (minus 0,33 Prozent) vom Zinsaufschlag (1,5 Prozent) abziehen. Was bedeutet, dass der Kunde nicht 1,5 Prozent Zinsen wie bisher, sondern tatsächlich nur 1,17 Prozent für seinen Verbraucherkredit bezahlt. Folglich haben Verbraucher also somit das Recht, die für ein Darlehen zu viel gezahlten Zinsen von der Bank zurück zu fordern.

Weiteres Urteil kehrt Beweislast um

Dass sich die Banken mit diesen Urteilen und den damit verbundenen, drohenden Rückforderungen nicht wirklich einverstanden erklären, ist nachvollziehbar. Was dazu führt, dass sich die Banken bei entsprechenden Forderungen auf den Standpunkt stellen, dass bei einer unzulässigen Zinshöhe, der Kreditkunde in der Lage sein muss, der Bank als auch dem Gericht vorzurechnen, wie hoch seine Rückforderung im Detail ist. Eine Finte, denn kaum ein Verbraucher geschweige denn Rechtsanwalt ist erfahrungsgemäß in der Lage eine solche Detailberechnung durchzuführen und als Grundlage einer Klage auszugestalten.

Redakteur: Markus Gildemeister