Neue Regeln für Fremdwährungskredite

Kredit in Fremdwährung:
Banken werden in die Pflicht genommen

Betrag
€   100
Laufzeit
Kredit 100 Zinsen 0,58
Sie zahlen zurück
Zahlbar am 01-01-0000 Sollzins 15%
Beispiel
2-Raten Option 39
  • Sofortkredit in nur 5 Minuten beantragt
  • KSV-Eintrag? Kein Hindernis!
  • Morgen Geld auf Ihrem Konto
  • Sofortkredit ohne Vorleistung
Persönlicher Kontakt für Ihren Cashper Minikredit
Persönlicher Kontakt
0720 775 382
(Montag - Freitag 9:00 - 17:30)

Dass Thema Kredite in Fremdwährung, allgemein als Frankenkredite bekannt, beschäftigt bis heute eine Vielzahl an Österreichern als auch öffentliche Institutionen. Denn mit der Entscheidung der Schweizer Finanzaufsicht, den Franken vom Euro zu entkoppeln, gerieten für viele Österreicher diese sogenannten Fremdwährungskredite zum finanziellen Desaster. Von einem Tag auf den anderen stiegen die Kosten für die ursprünglich günstigeren Kredite (im Vergleich zu einem Euro-Kredit) sprunghaft an und viele Immobilienbesitzer sahen sich gezwungen ihren Traum vom Eigenheim aufzugeben. Oder aber gemeinsam mit der finanzierenden Bank nach Lösungen zu suchen, diesen Immobilienkredit in Franken nun schnellstmöglich wieder loszuwerden. Ein Prozess, der sich für viele Inhaber solcher Kredite bis heute hinzieht. Teilweise begründet auch darin, dass die finanzierenden Banken sich nicht immer kooperativ und hilfsbereit zeigen. Diesem Verhalten schiebt nun die Finanzmarktaufsicht (FMA) einen Riegel vor. Denn sie zwingt die Banken nun, noch mehr zu tun, damit Immobilienbesitzer ihre riskanten Fremdwährungskredite bzw. Kredite mit Tilgungsträgern loswerden können.

Der Abbau von Fremdwährungskrediten – ein langwieriger Prozess

So besteht zwar seit dem Krisenjahr 2008 ein Verbot zum Thema Fremdwährungskredit, was bedeutet, dass eine Neuvergabe solcher Kredite in Österreich nicht mehr zulässig ist und bei Verstoss das Geschäft für nichtig erklärt wird. Was bedeutet, dass aufgrund dessen, dass aushaftende Volumen der Franken-Kredite um 28 Mrd. Euro oder 60 Prozent abgebaut werden konnte. Doch stehen diesem bereits erfolgt Abbau des Kreditvolumens in Schweizer Franken immer noch rund 21 Mrd. Euro Schulden in Franken gegenüber. Eine Summ, die auf nur 110.000 österreichische Haushalte verteilt. Aus Sicht der FMA immer noch deutlich zu viel und so steuert Sie nun mit einer Verpflichtung seitens der Banken entgegen. So müssen Inhaber von Fremdwährungskredite in Zukunft einmal jährlich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen werden. In diesem persönlichen Gespräch muss die Bank den Kreditkunden über die Maßnahmen zur Risikobegrenzung umfassend informieren. Zu empfehlende Maßnahmen können hierbei eine Konvertierung in einen Euro-Kredit oder die Umstellung endfälliger Kredite auf einen Abstattungskredit sein.

Verschärfte Regeln bei Fremdwährungskrediten gelten ab dem Juni 2017

Die verschärften Informationspflichten, welche die FMA nun für Banken festgelegt hat, haben ihre Gültigkeit ab dem 1. Juni 2017. Sobald die Restlaufzeit des Kredits sieben oder weniger Jahre beträgt, muss die Bank dem Kunden in einem jährlichen Informationsschreiben die aktuelle Höhe des aushaftenden Kreditvolumens sowie gegebenenfalls den Stand des Tilgungsträgers mitteilen. Zudem sind die kreditausgebenden Banken mit den neuen Regeln verpflichtet, dem Kunden eine etwaige prognostizierte Deckungslücke am Laufzeitende darzustellen. Diese Darstellung muss anhand zweier realistischer Szenarien erfolgen und zwar am besten in eine grafischen Darstellung.

Hoher Anteil an Fremdwährungskrediten verpflichtet zu einer verschärften Offenlegung

Eine weitere Neuerung seitens der FMA gegenüber Banken ist das Finanzinstitute Banken, deren Fremdwährungskreditvolumen mehr als 10 Prozent des Gesamtkreditbestands beträgt oder die aufgrund von Fremdwährungskrediten und/oder Krediten mit Tilgungsträgern „erhebliche Rechts- oder operationelle Risiken“ oder eine Deckungslücke von zumindest 20 Prozent zu erwarten haben, nun zu bestimmten Offenlegungen gegenüber dem Finanzmarkt verpflichtet sind. Banken müssen regelmäßig das aushaftende Volumen von Fremdwährungs-/Tilgungsträgerkrediten und ihren Anteil am Gesamtkreditportfolio sowie die zu erwartende Deckungslücke veröffentlichen.


Redakteur: Markus Gildemeister